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Autoren

Echte, Bernhard
Der 1958 geborene Literaturwissenschaftler, Publizist und Ausstellungsmacher Bernhard Echte gilt als ausgewiesener Spezialist für Robert Walser. Insbesondere hat er wesentliche Beiträge zur Entzifferung von Walsers «Mikrogrammen» geleistet. 1981 bis 2006 hat Echte das Walser-Archiv in Zürich auf- und ausgebaut. Er leitet heute den Verlag Nimbus Kunst & Bücher AG, Wädenswil.

Felix, Paul (1885-1958)
Der Sohn des Arztes Florian Felix ist in Wädenswil geboren und aufgewachsen. Nach seinem abgebrochenen Studium verfasste er zahlreiche Novellen, die er im eigenen Verlag („Felix-Verlag Wädenswil“) herausgab, weil er keinen Verleger für sein Werk gewinnen konnte. Immerhin veröffentlichte er einige kürzere Prosatexte im Feuilleton der „Neuen Zürcher Zeitung“, in der Zeitschrift „Die Schweiz“ sowie in der „Zürichsee-Zeitung“. Der Nachlass von Paul Felix umfasst rund 60 ungedruckte Novellen. Er gilt heute literarisch als unbedeutend.

Ganz, Milly (1882-1969)
Die Unternehmergattin und beliebte Arztroman-Autorin Milly Ganz wurde 1882 geboren und wuchs in Wädenswil auf. Ganz begann erst im Alter von 62 Jahren zu schreiben und feierte im Zuge der „Unterhaltungsliteratur“ der Nachkriegszeit grosse Erfolge. Ihr Erstlingswerk „Der Narr seines Herzens“ (1943) schildert Episoden aus Wädenswil, das sie im Roman „Sonnwil“ nennt.

Geiser, Katharina
Geiser, Katharina Die Autorin und Germanistin Katharina Geiser wurde am 11. Februar 1956 geboren und ist am Zürichsee aufgewachsen. Sie lebt seit 1988 in Wädenswil. Ihr im März 2006 erschienenes erstes Buch «Vorübergehend Wien» (Zsolnay-Verlag, Wien) erhielt grosse Beachtung: Einladungen zu Lesungen führten bis nach Brüssel und Chicago, und der Roman wurde unter anderem mit einer Anerkennungsgabe der Stadt Zürich sowie einer Auszeichnung der UBS Kulturstiftung prämiert. Im März 2008 folgte der Erzählband "ROSA IST ROSA" (Ammann, Zürich).

Geyer, Hans F. (1915-1987)
Hans F. Geyer ist das Pseudonym von Hans Franz Rütter. Als Erbe der Korsettfabrik Rütter & Co. in Wädenswil war ihm eine kaufmännische Laufbahn vorbestimmt. Zwar studierte er an der Universität Zürich Philosophie und promovierte 1945, danach war er jedoch im elterlichen Unternehmen tätig. 1964 verkaufte Rütter seine Fabrik und widmete sich ausschliesslich seinem Werk. In der Folge publizierte er zahlreiche philosophische Essays und hielt Vorträge. 1985 erschien „Physiologie der Kultur“, eine Naturphilosophie. Bevor zwei zusätzliche Bände erscheinen konnten, kam Geyer 1987 durch einen Bergunfall ums Leben.

Hauser, Albert
Der Hochschullehrer, Kulturhistoriker, Autor und Maler Prof. Albert Hauser wurde am 21. August 1914 in Wädenswil geboren. Nach seinem Studium und einer Dissertation über den Bockenkrieg habilitierte sich Hauser 1956 für Wirtschaftsgeschichte an der ETH Zürich. Mit seinen zahlreichen Publikationen zur Sozial-, Wirtschaftsgeschichte verrichtete Hauser ab 1950 Pionierarbeit in der bisher vor allem auf Politik- und Kriegsgeschichte ausgerichtete Wissenschaft. Einige seiner wichtigsten Werke sind „Wirtschaftgeschichte der Gemeinde Wädenswil“ (1956), „Vom Essen und Trinken im alten Zürich“ (1961), „Wald und Feld in der alten Schweiz“ (1972), „Grüezi und Adieu. Gruss- und Umgangsformen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ (1988) oder „Halbinsel Au – Ein Glücksfall“ (1991). Hauser erhielt unter anderem den „Oberrheinischen Kulturpreis“ der Johann-Wolfgang-Goethe-Stiftung.

Hörler, Rolf (1933-2007)
Der Lyriker Rolf Hörler wurde 1933 in Uster geboren und ist in St. Gallen aufgewachsen. Hörler führte seit seinem 16. Geburtstag ein lückenloses Tagebuch und veröffentlichte seine Gedichte in einem Dutzend Lyrikbänden, in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Nebst anderen Auszeichnungen erhielt er 1976 den C.F. Meyer-Preis und 1993 einen Preis der Schweizerischen Schillerstiftung. Seine Werke „Wenn die Tröstungen ausbleiben“, „Hilfe kommt vielleicht aus Biberbrugg“ und der Gedichtband „Erlkönigs Tochter und die Achillesverse“ erschienen im Orte-Verlag.

Moser, Mentona (1874-1971)
Die Tochter der märchenhaft reichen Fanny Moser-Sulzer (1848-1925), die einst im Landhaus Au residierte, wurde 1874 geboren. Zeit ihres Lebens setzte sich Mentona Moser für sozialistische Ziele ein, verliess deshalb die Halbinsel Au und siedelte nach dem zweiten Weltkrieg in die Deutsche Demokratische Republik über. Nach ihrem Tod erschien ihr Buch „Ich habe gelebt“ in Ost-Berlin. Darin berichtet Mentona Moser, wie es in ihrer Jugendzeit im Landhaus Au zu- und herging. Sie erzählt von prominenten Gästen, macht aber auch zauberhafte Exkurse zur landschaftlichen Umgebung.

Pellegrino, Antonietta
Die Autorin Antonietta Pellegrino wurde 1967 geboren und ist an der Richterswiler Primarschule tätig. Bereits im Jahre 1988 hatte sie zusammen mit dem ehemaligen Lehrer Rolf Hörler den Gedichtband „Die Seelentänzerin und Der Nordsüdliche Divan“ herausgebracht. Nebst Malerei, Tanzen begeisterte sich Pellegrino auch als Cello- respektive Klavierspielerin. Mit ihrem 2004 veröffentlichten Gedichtband „Unter Wörtern“ (Nimrod-Literaturverlag) entschied sie sich schliesslich fürs Schreiben.

Schwarzenbach, Fritz Hans (1894-1994)
Der Lehrer und Biologe Fritz Hans Schwarzenbach wurde am 25. August 1884 in Rüschlikon geboren. Nach der Lehrerausbildung und einem Botanikstudium dissertierte Schwarzenbach 1921 zu Fragen der Zell- und Vererbungslehre. Von 1922 bis 1942 war er dann als Sekundarlehrer in Wädenswil tätig. 1942 zog er aus Wädenswil in die Ostschweiz, wo er eine Privatschule leitete. Nach seiner Pensionierung zog er aber wieder nach Wädenswil. Auf zahlreichen Auslandreisen sammelte er Erlebnisse, die er später unter dem Titel „Reise um die Erde“ drucken liess. Viele seiner Aufsätze sind im Jahrbuch der Stadt Wädenswil abgedruckt worden: So schrieb Schwarzenbach unter anderem über Mammutbäume (1983), die ersten Sekundarskilager (1984) oder Natur- und Landschaftsschutz in Wädenswil (1989). Als ältester Wädenswiler starb Fritz Hans Schwarzenbach im Jahre 1994.

Stamm, Karl (1890-1919)
Der Lyriker Karl Stamm wurde 1890 geboren und wuchs in Wädenswil auf. Bereits als 14-Jähriger schrieb er erste Gedichte. Eigentlich wollte er Künstler werden, wurde aber nach dem Besuch der Lehrerseminars Dorfschullehrer in Lipperschwendi im oberen Tösstal. Mit seiner mystisch-expressionistischen Lyrik lag Stamm in den Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg literarisch im Trend. Auf dem Wädenswiler Friedhof ist dem Lyriker Stamm ein Denkmal gewidmet.

Traber, Margarete
Die Autorin, Primarlehrerin und Journalistin Margarete Traber wurde am 2. Juli 1924 geboren und ist in Zürich aufgewachsen. Nach der Matur im Jahre 1944 besuchte sie diverse Vorlesungen und Kurse an Uni und ETH, bevor sie das Primarlehrerpatent erwarb. Seit 1950 ist die Mutter dreier Kinder als Autorin tätig, seit 1955 wohnt sie in Wädenswil. Kurzgeschichten, Essays und Gedichte von Margarete Traber erschienen unter anderem im „Landboten“, im „Anzeiger vom Zürichsee“ oder im „Schweizerischen Beobachter“. 1979 erschien der Erzählband „Mittendrin“, 1990 der Roman „Liebe, Träume, hartes Brot“ (GS-Verlag), der „in einem Dorf am Zürichsee“ spielt.

Ziegler, Peter
Der Autor und Historiker Prof. Dr. h.c. Peter Ziegler wurde am 10. September 1937 geboren und ist in Wädenswil aufgewachsen. Mit seinem jahrzehntelangen Engagement für Dokumente und Zeugnisse von historischem Wert ist Ziegler ein profunder Kenner der Region Zürichsee und ihrer Umgebung. Der mehrfach ausgezeichnete Ehrendoktor der Philosophie hat sich auch als Verfasser mehrerer Ortsgeschichten und zahlreicher weiterer Publikationen verdient gemacht. Während 50 Jahren hat er über 20 000 Bücher, Dokumente, Artikel und Fotos gesammelt. Seit 2001 ist sein Archiv zu einem grossen Teil in der Dokumentationsstelle oberer Zürichsee am Hoffnungsweg 5 im Rahmen einer Präsenzbibliothek öffentlich zugänglich.

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